Ruhepole
Von November 2008 bis November 2009 betrieb Hörstadt in einem ehemaligen Lichtspielhaus an der Linzer Landstraße den Ruhepol Centralkino. Als öffentlich frei zugängliche Ruhezone war der Ruhepol Centralkino von Dienstag bis Sonntag täglich von 12.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Damit rekurierte Hörstadt auf die historische Ruhehalle des deutschen Arztes Robert Sommer, der Anfang des 20. Jahrhunderts eine Ruhehalle in Dresden betrieben hatte.
Die von der SPÖ Oberösterreich zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten wurden von den an der Kunstuniversität Linz/Die Architektur studierenden bzw. lehrenden Architekten Tobias Hagleitner, Richard Steger und Gunnar Wilhelm völlig neu gestaltet. Im Foyer stand den BesucherInnen eine Teeküche zur Verfügung. Der große Saal des alten Kinos wurde mit Holzpaneelen verkleidet und überdimensionalen Sitzpölstern ausgestattet.
Während des einjährigen Betriebs wurde der Ruhepol von 30.000 Menschen für eine kürzere oder längere Auszeit genutzt.
Ein zweiter Ruhepol kam 2009 von Mai bis Ende Oktober mit dem Ruhepol Mariendom in der Turmhalle vön Österreichs größter Kirche, dem Linzer Mariendom, dazu. Seither dient der einmalige Raum jedes Jahr in der warmen Jahreszeit von Mai bis Ende Oktober als Ruhezone.
Die ungewöhnlichen Maße des Raums mit einer Grundfläche von nur 100 Quadratmetern bei über 25 Metern Höhe entstanden durch den nachträglichen Einbau der Domorgel, die seither den Blick auf das imposante Rosettenfenster über dem Hauptportal verstellt. Durch die Inbetriebnahme des Ruhepol Mariendom ist es erstmals wieder möglich, das Lichtspiel des bunten Fensters wieder von innen zu sehen.
Eine subtile Lichtinstallation des Linzer Künstlers Rainer Jessl unterstützt die optische Wirkung des Rosettenfensters. Der Ruhepol Mariendom wird von der Pfarre Mariendom in Kooperation mit Hörtadt betrieben.
