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Polyphone

Die beiden Polyphone sind der Stolz des Hauses gewesen – ein Hörort unerhörter Klänge. Die akustischen Wunderkästen sind Meisterstücke sowohl der Möbelbaukunst als auch avancierter Tontechnik. Jede einzelne Schublade beherbergt einen bestimmten Klang. Wer sie öffnet, erweckt ihn zum Leben.

Polyphon I – HARMONIA MUNDI

Eintritt in die Wunderkammer. Wie ein riesenhafter alchemistischer Apothekerschrank zeigt sich das Polyphon mit seinen 672 Schubladen. Gefüllt mit ebensolcher Anzahl von Klängen aus dem Weltall (672 Pulsare) trägt es den Namen „Harmonia Mundi“ nach dem Hauptwerk des Astronomen und Mathematikers Johannes Kepler (Harmonices Mundi, 1619). Kepler beschäftigte sich in seinem fünf Abschnitte umfassenden Werk unter anderem mit harmonischen Zusammenhängen in der Musik und Astrologie sowie den harmonischen Bewegungen der Planeten.

Das Polyphon nun, wie gebaut im Auftrag eines Renaissance-Fürsten zur Erforschung der hermetischen Wissenschaften, aus einer Zeit in der Alchemie, Astronomie und Mathematik untrennbar beieinander lagen und in der die Erforschung des Himmels der Erforschung der Geschicke diente.

Um es mit Umberto Eco zu sagen, „die Maschine als Metapher des kosmischen Leibes und das mechanische Spiel als talismanhafte Beschwörung“. Jahrtausende, um die richtige Kombination zu finden auf der Suche nach dem unkörperlichen Prinzip des Pythagoras zur Erklärung aller Dinge. „Siehe das Oberste kommt vom Untesten, und das Unteste vom Obersten; ein Werk der Wunder von einem Einzigen“ (Hermes Trismegistos, Corpus Hermetikum). Wir öffnen die Schubladen und hoffen auf Harmonie in perfekter Eintracht so, wie es, nach Johannes Kepler, bis jetzt nur einmal geschah, bei der Erschaffung des Universums. Wir unternehmen eine Zeitreise und hören Klänge, die vor tausenden von Jahren entstanden, denn „das Schönste, das wir erleben können, ist das Mysterium. Es ist die Quelle aller wahren Kunst und aller Wissenschaft. Der, dem dieses Gefühl fremd ist, der nicht Staunen kann, ist so gut wie tot: seine Augen sind geschlossen.“ (Albert Einstein)

Pulsare
sind sich um sich selbst drehende zusammengestürzte Kerne explodierter Sterne. Obwohl ihr Gewicht so groß ist wie das der Sonne, haben sie nur die Dimension einer Stadt mit einem Durchmesser von 20 km (was ungefähr der Nord-Süd-Ausdehnung von Linz entspricht). Im Durchschnitt drehen sie sich einmal pro Sekunde. Von ihren magnetischen Nord- und Südpolen gehen Strahlen aus. Dreht sich der Pulsar, fegen diese Strahlen durch das Weltall und bewegen sich durch unsere Sichtachse. So gewinnen wir den Eindruck eines kosmischen Leuchtturmes.
Da die Pulsarblitze in Regelmäßigkeit auftreten, nahm man bei ihrer Entdeckung an, sie seien Signale einer extraterrestrischen Zivilisation. So wurde der erste Pulsar „LGM 1“ getauft, was für Little Green Man 1 steht (Kleiner Grüner Mann Nr. 1).

Jetzt, da bekannt ist, dass es sich um die Überreste gigantischer Sternexplosionen handelt, bietet sich ein wunderbares Feld zur Erforschung extremer Physik. Pulsare sind die exaktesten Uhren des Universums und haben bewiesen, dass Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zumindest zu 99,95% korrekt ist.

Einer der berühmtesten Pulsare befindet sich im Herzen des Krebsnebels (Crab Nebula). Der Krebsnebel ist eine sich ausweitende Gaswolke, die aus der Supernova Explosion eines massiven Sternes hervorging. Die Explosion wurde im Jahr 1054 n. Chr. von chinesischen Astronomen beobachtet, als sie als neuer Stern am Himmel erschien, der mit einer derartigen Intensität leuchtete, dass er für mehrere Wochen sogar tagsüber sichtbar war.
Richtet man jetzt ein Teleskop auf das Zentrum des Nebels, sehen wir einen ungewöhnlichen Stern, der 30 Mal in der Sekunde blinkt. Dies ist der Pulsar, der eingestürzte Kern eines Sternes, der vor ca. 1000 Jahren explodierte. Der Krebspulsar ist insofern ungewöhnlich als er über das ganze Spektrum von Radiowellen bis hin zu den Gammawellen sichtbar ist. Im Gegensatz dazu ist der Großteil der Pulsare nur durch die Strahlen ihrer Radiowellen identifizierbar. Wir sammeln diese unsichtbaren Wellen mit gigantischen Radioteleskopen und wandeln sie in elektrische Signale, um sie so analysieren zu können.

Es ist also möglich, das elektrische Signal in Klang zu wandeln, sodass wir ein sich wiederholendes Geräusch hören können. Abhängig von der Drehgeschwindigkeit sowie weiteren Eigenschaften der Pulsare erhalten wir Klänge verschiedenen Charakters. Manche klingen wie langsames Händeklatschen, andere wie Schritte im Schnee, das Getrappel von laufenden Füßen oder Bongo Trommeln im Dschungel. Die schneller drehenden Pulsare klingen wie die Vibration eines Presslufthammers oder das ohrenbetäubende Heulen einer überirdischen Maschine.

Im Inneren des Polyphons haben wir die Klänge von 672 Pulsaren aus unserer eigenen Galaxis (Milchstraße) gesammelt. Zur Erzeugung dieser Klänge wurden Impulsprofile des Datenarchivs des European Pulsar Network von Dr. Tim O'Brien an der University of Manchester verwendet. Diese Datenbank enthält radioteleskopische Beobachtungen von über eintausend Pulsaren. Unter den hierzu verwendeten Teleskopen befinden sich das Lovell Teleskop in England, das Parkes Teleskop in Australien, das Arecibo Teleskop in Puerto Rico, das Effelsberg Teleskop in Deutschland, das Greenbank 140ft Teleskop in den USA und das BSALPA Teleskop in Russland. Die 672 Pulsare des Polyphons bedecken ca. dreiviertel des Firmaments.

Weiterführende Quellen

Tim O’Brien spricht über Klänge aus dem Weltall auf  „The Jodcast“

Hintergrundinformation zu Pulsaren

365 Tage Astronomie Podcast über Pulsare

Interview mit Jocelyn Bell, Co-Entdeckerin von Pulsaren in The Jodcast

Polyphon II VERBOTENE KLÄNGE

Das von Karin Wagner und Norbert Trawöger kuratierte Polyphon Verbotener Klänge lässt Musik ertönen, deren  Schöpfer in unterschiedlichen Zeiten und Geographien unter „vielgesichtigen“ Diktaturen oder Regimen aus rassistischen, politischen, religiösen oder ästhetischen Motiven gebrandmarkt, abgedrängt, unterdrückt, verboten und verfolgt waren und sind. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Stücken sind im Begleitheft zum Polyphon II zu finden.

1. Arthur Vincent Lourié (*1893 Sankt Petersburg, +1966 Princeton)
Concerto da Camera (1947) für Violine solo und Streichorchester: V. Serenata
(Gidon Kremer, Violine; Deutsche Kammerphilharmonie, Leitung: Thomas Klug)

2. Anton Diabelli (*1781 Mattsee, +1858 Wien)
Pastoralmesse op. 147 (1830): Credo
(Augsburger Domsingknaben, Leitung: Reinhard Kammler)

3. Kiosk
Eshghe Sorat
(Kiosk)

4. Zerst ham ma uns busselt.           
(Lothar Lässer, Akkordeon; Rudi Widerhofer, Gesang; Irina Sommerfeld, Gesang; Hans Lindtner, Tuba)

5. Arnold Schönberg (*1874 Wien, +1951 Los Angeles)
Moses und Aron (1930-1932): I. Akt, Szene 1: Moses’ Berufung
(Moses: Günter Reich, BBC Symphony Orchestra, Leitung: Pierre Boulez)

6. Richard Tauber (*1891 Linz, +1948 London)
Die tote Stadt op. 12 (1916-1919): O Freund, ich werde sie nicht wiedersehn
(Richard Tauber)

7. Stefan Wolpe (*1902 Berlin, +1972 New York City)
Zeus und Elida op. 5a (1926) Musikalische Groteske für Stimmen, Chor und Orchester:
No. 10
(Michael Kraus, Franziska Hirzel, Hans Aschenbach; Ebony Band & Cappella Amsterdam, Leitung: Werner Herbers)

8.Die Comedian Harmonists
Der Onkel Bumba aus Kalumba tanzt nur Rumba (1932; Hupfeld, Rotter, Robinson)
(Comedian Harmonists)

9. Lieder zur Wiener Revolution 1848
Trauergesang am Grabe meines geliebten Kollegen Karl Konitschek (Verwundet den 13. und gestorben den 17. März 1848) (Text: Friedrich Hassaureck, Melodie: „Gott erhalte“)
(Gesang, Harmonium: Alexander Wessetzky)

10. Ernst Toch (*1887 Wien, + 1964 Santa Monica, Los Angeles)
Cantata of the Bitter Herbs op. 65 (1938): Introduction and Psalm 114    
(Czech Philharmonic Orchestra and Choir, Leitung: Gerard Schwarz)

11. Paul Dessau (*1894 Hamburg, +1979 Königs Wusterhausen)
Lied einer deutschen Mutter - Song of a german mother (1943, Text: Bertolt Brecht)
(Lotte Lenya)

12. Alfred Schnittke (*1934 Engels, +1998 Hamburg)
Die Kommissarin (1967): Wanderung der Verdammten
(Radiosinfonieorchester Berlin, Leitung: Frank Strobel)

13. László Weiner (*1916 Szombathely, +1944 Lukov)
Duo für Violine und Viola: III.

14. Erich Wolfgang Korngold (*1987 Brünn, +1957 Los Angeles)
Die Kathrin op. 28, Oper in drei Akten (1932-1937): „Briefszene“
(Klavierbearbeitung von Erich Wolfgang Korngold, Erich Wolfgang Korngold selbst am Klavier, Aufnahme von 1951)

15. Ernst Krenek (*1900 Wien, +1991 Palm Springs, California)
Karl V. op. 73 (1930): Bühnenwerk mit Musik in zwei Teilen: Hört, was die Deutschen sagen
(Frank Hofmann; ORF Chor und Radio Symphonie Orchester Wien, Leitung: Gerd Albrecht)

16. Tseyong (*1973 Lhasa, Tibet)
Sonam Deshong (Zweisamkeit)
(Tseyong)

17. Gustav Pick
(*1832 Rechnitz, +1921 Wien)
Fiakerlied in englischer Fassung

18. Viktor Ullmann (*1898 Teschen, +1944 Auschwitz)
Der Kaiser von Atlantis (1943) Spiel in einem Akt: Tanz - Intermezzo: Die lebenden Toten
(Gewandhausorchester Leipzig, Leitung: Lothar Zagrosek)

19. Darius Milhaud (*1892 Aix-en-Provence, +1974 Genf)
Service Sacré (1947): Ma Tovu
(Yaron Windmueller, Bariton; Prague Philharmonic Choir, Czech Philharmonic Orchestra, Dirigent: Gerard Schwarz)             

20. Thomas Mapfumo (*1945 Marondera, Zimbabwe)
Hokoya!
(Thomas Mapfumo & The Acid Band)

21. Paul Hindemith (*1895 Hanau, +1963 Frankfurt am Main)
Zweite Sonate für Orgel (1937): I. Lebhaft
(Arturo Sacchetti)

22. Rana Farhaan
Drunk with Love
(Rana Farhaan)

23. Franz Schubert (*1797 Wien, +1828 Wien)/Anton Webern (*1883 Wien, +1945 Mittersill)
Sechs Deutsche Tänze D820 (1824, Orchestrierung 1934): Tänze 1-3
(Berliner Philharmoniker, Leitung: Pierre Boulez)

24. Witold Lutoslawski (*1913 Warschau, +1994 Warschau)
Symphonie Nr. 1 (1941-1947): I. Allegro giusto
(Polish Radio National Symphony Orchestra, Leitung: Witold Lutoslawski)

25. Hanns Eisler (*1898 Leipzig, +1962 Berlin)
Deutsche Sinfonie, op. 50 (1935-1947, Text: Bert Brecht): An die Kämpfer in den Konzentrationslagern

26. Die Internationale
Die Internationale (1888 komponiert von Pierre Degeyter, deutscher Text: Emil Luckhardt 1910)
(Chöre, Solisten und Ensembles von FDJ-Jugendfestivals und Arbeiterfestspielen der DDR)

27. Carl Maria Friedrich Ernst von Weber (*1786 Eutin, +1826 London)
Missa sancta Nr. 2 op. 76 „Jubelmesse“ (1819): III. Gloria. Allegro vivace
(WDR Rundfunchor und Orchester, Leitung: Helmuth Froschauer)

28. Viktor Ullmann (*1898 Teschen, +1944 Auschwitz)
Der Kaiser von Atlantis (1943, Libretto: Peter Kein) Spiel in einem Akt: Ich bin der Tod
(Walter Berry, Bassbariton; Gewandhausorchester Leipzig, Leitung: Lothar Zagrosek)

29. Mikis Theodorakis (*1925 Insel Chios, Griechenland)
Carnaval (1947-1953) Suite Ballet for Orchestra: III. Love Dance
(St. Petersburg State Academic Capella Symphony Orchestra, Leitung: Mikis Theodorakis)

30. Petr Eben (*1929 Zamberk, +2007 Prag)
Symphonia Gregoriana (1953): Konzert für Orgel und Orchester
(Paul Wisskirchen, Orgel; Händel-Festspielorchester, Leitung Volker Hempfling)

31. Hanns Eisler (*1898 Leipzig, +1962 Berlin)
Solidaritätslied (1931, Text: Bert Brecht)
(Ernst Busch)

32. Lieder zur Wiener Revolution 1848 – Neues Osterlied (Text: Carl Rick, Melodie: „Der Heiland ist erstanden“)   
(Alexander Wessetzky, Gesang und Harmonium)

33. Joan Manuel Serrat (*1943 Barcelona)
Vencidos (aus dem Album Mediterráneo)
(Joan Manuel Serrat)

34. Lieder zur Wiener Revolution – Politische Volks-Lieder (Text: F. Stelzhammer, Melodie: Innviertler Landlergstanzln)
(Gesang: Adi Hirschal, Zither: A. Kreuzhuber)

35. Alexander von Zemlinsky (*1872 Wien, +1942 Larchmont, USA)
Der Kreidekreis (1930-1932): Oper in drei Akten Vorspiel zum dritten Akt
(Gürzenich Orchester Köln, Leitung: James Conlon)

36. Roman Haubenstock-Ramati (*1919 Krakau, +1994 Wien)
L'amen de verre (1957)
(GRM Archives, Paris)

37. Xiao Min
Jackdaws playing in the water
(Xiao Min)

38. Willy Julius Rosen (Rosenbaum) (*1894 Magdeburg, +1944 Auschwitz)
Wenn ich der Richard Tauber wär (1929)       
(Willy Rosen)

39. Erich Wolfgang Korngold (*1987 Brünn, +1957 Los Angeles)
Die Kathrin op. 28 (1932-1937): Oper in drei Akten: III. Akt: Wo ist mein Heim (Arie des François)

40. Jean „Django“ Reinhardt (*1910 Liberchies, Belgien, +1953 Samois-sur-Seine bei Paris)
Swing 39 (aus dem Album Hot Club de France)
(Quintet Hot Club de France)

41. Djahan Tuserkani
(*1936 Teheran)
Aegritudo für sordiniertes Pianino, präpariertes Klavier, Pantomime und Sprecher (1961-1966)
(Sprecher: Christopher Spitzenberger, Klavier, Pianino, experimentelle Klänge, Text und elektroakustisches Konzept: Djahan Tuserkani; digitale Bearbeitung: Hubert Waldner, Thomas Lang)

42. Anton Bruckner (*1824 Ansfelden, +1896 Wien)
Symphonie No. 7 (1883) in E-Dur, in einem Arrangement für Klarinette, Horn, 2 Violinen, Violoncello, Kontrabass, Klavier zu vier Händen und Harmonium (1921)
I. Allegro moderato
(Thomas Christian Ensemble)

43. Lluís Llach i Grande (*1948 Girona)
L’Estaca
(Lluís Llach)

44. Armin Berg (Hermann Weinberger) (*1883 Hussowitz, Mähren, +1956 Wien)
So dreht sich alles auf der Welt
(Armin Berg, aus dem Album Armin Berg singt)   

45. Herbert Zipper (*1904 Wien, +1997 Santa Monica, Los Angeles)
Dachau Lied (1938, Text: Jura Soyfer)

46. Galina Iwanowna Ustwolskaja (*1919 Sankt Petersburg, +2006 Sankt Petersburg)
Trio Violin, Clarinet and Piano (1949): I. Espressivo
(Reinbert de Leeuw, Klavier; Vera Beths, Violine; Harmen de Boer, Klarinette)

47. José Manuel Cerqueira Afonso dos Santos (kurz José Afonso, auch genannt Zeca Afonso) (*1929 Aveiro, Portugal, +1987 Setúbal)
Grândola vila morena
(Zeca Afonso)

48. Erwin Schulhoff (*1894 Prag, +1942 Weißenburg in Bayern)
Cinque Études de Jazz (1926): III. Chanson (pour Robert Stolz)
(Erwin Schulhoff, Klavier)

49. Apsara Tempeltanzmusik
Tempeltanzmusik Apsara
(Cambodia Khmer Music)

50. Darya Dadvar (*Rasht)
Darya Dadvar singt „Iranische Musik“
(Darya Dadvar)

51. Lieder zur Wiener Revolution 1848 – Das Zensorlied (Text: K.R., Melodie: nicht bekannt)
(Sprecher: Eberhard Kummer)

52. Franz Theodor Reizenstein (*1911 Nürnberg, +1968 London)
Elegy op. 7 für Violoncello und Klavier
(Duo Hebraique: Marc Moskovitz, Violoncello; Daniel Shapiro, Klavier)

53. Mieczyslaw Weinberg (Moishei Vainberg) (*1919 Warschau, +1996 Moskau)
Sonata No. 1 for cello and piano, op. 21 (1945): I. Lento ma non troppo
(Alexander Chaushian, Violoncello; Yevgeny Subdin, Klavier)

54. Paul Hindemith (*1895 Hanau, +1963 Frankfurt am Main) 
Suite „1922“ für Klavier (1922): V. Ragtime
(Boris Berezovsky, Klavier)

55. Sigfrid Karg-Elert (eigentlich: Siegfried Theodor Karg) (*1877 Oberndorf am Neckar, +1933 Leipzig)
Aquarellen op. 27 (1905): V. Angelus
(Johannes Matthias Michel, Harmonium)

56. Carlo Sigmund Taube (*1897 Galizien, +1944 Auschwitz-Birkenau)
Ein jüdisches Kind (Text: Erika Taube 1913-1944)
(Anne Sofie von Otter, Mezzosopran; Bengt Forsberg, Klavier; Ib Hausmann, Klarinette)

57. Hanns Eisler (*1898 Leipzig, +1962 Berlin)
Der Rote Wedding (1929, Text: Erich Weinert)
(Chöre, Solisten und Ensembles von FDJ-Jugendfestivals und Arbeiterfestspielen der DDR)

58. llse Weber (*1903 Wittkowitz, +1944 Auschwitz)
Ade, Kamerad!
(Christian Gerhaher, Bariton; Gerold Huber, Klavier)

59. Erich Wolfgang Korngold (*1987 Brünn, +1957 Los Angeles)
Passover Psalm op. 30 (1941)
(Münchner Rundfunkorchester, Chor des Bayrischen Rundfunks, Rundfunkchor Berlin)

60. Olivier Messiaen (*1908 Avignon, +1992 Paris)
Quatuor pour la Fin du Temps (Quartett für das Ende der Zeit) (1940): III. Abîme des oiseaux (Abgrund der Vögel)
(Ralph Manno, Klarinette)

61. Aldo Finzi (*1897 Mailand, +1945)
Il Salmo (1944-1945): II. ritmato e desiso
(The National Symphony Orchestra and Choir of Ukraine, Leitung: Nicolai Giuliani)

62. Georg Franz Kreisler (*1922 Wien)
Weg zur Arbeit
(Georg Kreisler, aus dem Album: Everblacks 2)

63. Hugo Kauder (*1888 Tobitschau, +1972 Bussum, Niederlande)
Streichquartett Nr. 1 (1921): II. Sehr langsam
(The Euclid Quartet: Jameson Cooper, Violine; Jacob Murphy, Violine; Luis Varga, Viola; Amy Joseph, Violoncello)

64. Victor Urbancic (*1903 Wien, +1958 Reykjavík)
Caprices Mignons über ein Kinderlied op.1 (1922)
(Susanne Kessel, Klavier)

65. Joseph Kosma (*1905 Budapest, +1969 La Roche-Guyon) 
Autumn Leaves (1945, französischer Text: Jacques Prévert, englischer Text: Johnny Mercer)
(Chet Baker & Paul Desmond)

66. Max Hansen (Max Haller) (*1897 Mannheim, +1961 Kopenhagen)
War’n Sie schon mal in mich verliebt?
(Max Hansen)

67. Franz Schreker (*1878 Monaco, +1934 Berlin; Geburtsname „Schrecker“)
Und wie mag die Liebe (1919, Text: Rainer Maria Rilke)
(Wolfgang Holzmair, Bariton; Russell Ryan, Klavier)

68. Comrade Fatso alias Samm Farai Mouro
Rap gegen Mugabe
(Comrade Fatso)

69. Mikis Theodorakis (*1925 Insel Chios, Griechenland)
Canto General (1972-1981) Oratorium für zwei Solostimmen, gemischten Chor und Orchester nach Texten von Pablo Neruda: IV. Los Libertadores
(Maria Farantouri; Heiner Vogt; Rundfunkchor Berlin, Leitung: Mikis Theodorakis; Live am 14.2.1980 im Palast der Republik, Berlin),

70. Erich Zeisl (*1905 Wien, +1959 Los Angeles)
Requiem Ebraico (1944/45): How good to give thanks unto the Lord
(Rundfunkchor Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Dirigent: Lawrence Foster)

71. Die Weintraub Syncopators
Auftritt der Weintraub Syncopators & Max Hansen, Berlin 1932

72. Pál Budai
Short Dances from the Ballet ‘Doll Doctor’ für Klavier zu vier Händen: V.
(Emese Mali und Márta Gulyás, Klavier)

73. Fritz Kreisler (*1875 Wien, +1962 New York)
Schön Rosmarin (vor 1910)
(Fritz Kreisler, Violine; Manuel de Falla, Klavier)

74. Vally Weigl (*1894 Wien, +1982 New York)
Bird of life for flute solo (1979): I. Sweet Bird of the night
(Norbert Trawöger, Flöte)

75. Alban Berg (*1885 Wien, +1935 Wien)    
Wozzeck (1917-1921): Tanzt Alle, tanzt nur zu, springt und schwitzt, es holt euch doch noch einmal Alle der Teufel!
(Fritz Uhl; Wiener Philharmoniker, Dirigent: Karl Böhm)

76. Spanien, frei sollst Du sein
Spanien, frei sollst Du sein (Melodie und Text: Eberhard Schmidt)
(Gesang: Alfons Stritz, Chor und Instrumentalgruppe des Erich-Weinert-Ensembles, Dirigent: Siegfried Enders)

77. Ernst Krenek (*1900 Wien, +1991 Palm Springs, California)
Jonny spielt auf (1925/26): I. Teil: Einleitung zu Szene 3
(Gewandhausorchester Leipzig, Dirigent: Lothar Zagrosek)

78. Franz Schreker (*1878 Monaco, +1934 Berlin; Geburtsname „Schrecker“)
Der ferne Klang (1912): Vorspiel
(Hagen Philharmonic Orchestra, Leitung: Michael Halasz)

79. Hans Gál (*1890 Brunn am Gebirge, +1987 Edinburgh)
Variationen über eine Wiener Heurigenmelodie op. 9 (1914)
(Amber Trio Jerusalem: Lior Kretzer, Klavier; Uri Dror, Violine; Michael Croitoru-Weissmann, Violoncello)

80. Hans Krása (*1899 Prag, +1944 Auschwitz-Birkenau)
Brundibár (1938): II. Akt: Szene 6
(Disman Radio Children’s Ensemble)

81. Die Nazibruat, ins Etschland eingebrochen, die Nazibruat (aufgenommen 1998, Text: vermutlich Alois Raffl)
(Franz Hofer)
(MuWi Innsbruck, Sammlung Ötztal/Passeiertal, DAT 98-17.1)

82. Darius Milhaud (*1892 Aix-en-Provence, +1974 Genf)
La Cheminée du roi René op. 205 (1939): VI. Chasse à Valabre    
(Reykjavik Wind Quintet)   

83. Ruth Schönthal (seit 1946 auch: Schonthal) (*1924 Hamburg, +2006 Scarsdale bei New York City)
String Quartet No. 3 - In Memoriam Holocaust (1997): I. Grave
(Bingham Quartet)

84. Gustav Mahler (*1860 Kalischt, +1911 Wien)
Das Lied von der Erde (1908-1910, Lyrik: Hans Bethge): I. Das Trinklied vom Jammer der Erde
(Charles Kullmann, Tenor; Wiener Philharmoniker, Leitung: Bruno Walter, Aufnahme vom Mai 1936)

85. Paul Abraham (Pál Ábrahám) (*1892 Apatin, Österreich-Ungarn, heute Serbien, +1960 Hamburg)
Viktoria und ihr Husar: Ja, so ein Mädel, ungarisches Mädel
(Josef Leo Gruber; Orchester der Wiener Volksoper)

86. Arnold Schönberg (*1874 Wien, +1951 Los Angeles)
Kol Nidre für Sprecher, gemischten Chor und Orchester op. 39 (1938)
(John Shirly-Quirk, Sprecher; BBC Chorus und BBC Symphony Orchestra, Leitung: Pierre Boulez)

87. Iannis Xenakis (*1922 Braila, Rumänien, +2001 Paris)
Anaktoria (1969)
(Ensemble Antipodes)

88. Richard Tauber (*1891 Linz, +1948 London)
Der singende Traum (1934): Du bist die Welt für mich
(Richard Tauber)   

89. Pater Altman Kellner (*1902 Vöcklabruck, +1981 Wels)
„Haec dies“ – Graduale und Sequenz vom Ostersonntag
(Chor und Orchester der Stiftskirche Kremsmünster, Leitung: Pater Alfons Mandorfer)

90. Anonym - Terezín Lied nach dem Lied Komm mit nach Varazdin aus der Operette Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán (1882-1953)
Terezín-Lied nach dem Lied Komm mit nach Varazdin aus der Operette Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán (1882-1953), Text: Anonym
(Christian Gerhaher, Bariton; Gerold Huber, Klavier)

91. llse Weber (*1903 Wittkowitz, +1944 Ausschwitz)
Wiegala
(Anne Sofie von Otter, Mezzosopran; Bebe Risenfors, Gitarre)

92. Kurt Weill (*1900 Dessau, +1950 New York)
Dreigroschen Oper (1928): Moritat von Mackie Messer
(Rolf Boysen; RIAS-Sinfonietta Berlin)

93. André George Previn (*1929 Berlin)
Two Remembrances for Soprano, alto flute, and piano (1995, Text: Else Lasker Schüler): A Love Song 
(Sylvia McNair, Sopran; Sandra Church, Altflöte; André Previn, Klavier)

94. Jean „Django“ Reinhardt (*1910 Liberchies, Belgien, +1953 Samois-sur-Seine bei Paris)
My Melancholy (aus dem Album Hot Club de France)
(Quintet Hot Club de France)

95. Falun Gong
Falun Gong-Musik: Pudu

96. György Justus (*1898 Budapest, +1945 Budapest)
Jazz Suite: I.
(Márta Gulyás, Klavier)

97. Franz Mittler (*1893 Wien, +1970 München)
Der Tag (Text: Karl Kraus)
(Wolfgang Holzmair, Bariton; Russell Ryan, Klavier)

98. Ernest Gold (Ernst Siegmund Goldner) (*1921 Wien, +1999 Los Angeles)
Exodus (1960)
(aus dem Album Epics – The History of the World According to Hollywood)

99. Erich Zeisl (*1905 Wien, +1959 Los Angeles)
Komm süsser Tod (1938, Text: unbekannt)
(Adrian Eröd, Bariton; Eva Mark-Mühlher, Klavier)

100. Zoltán Kodály (*1882 Kecskemét, +1967 Budapest)
Zrínyi Szózata (1954)
(Hungarian Radio and Television Chorus unter Ferenc Sapszon; Dirigent: János Ferencsik)

101. Egon Joseph Wellesz (*1885 Wien, + 1974 Oxford)
Drei Capriccios nach Bildern von Callot zu E.T.A. Hoffmanns „Princess Brambilla“ (1902/03): Liebesscene und Verklärung
(Amber Trio Jerusalem: Lior Kretzer, Klavier; Uri Dror, Violine; Michael Croitoru-Weissmann, Violoncello)

102. Alfred Schnittke (*1934 Engels, +1998 Hamburg)
Die Kommissarin (1967): Regen
(Radiosinfonieorchester Berlin, Leitung: Frank Strobel)

103. Mario Castelnuovo-Tedesco (*1895 Florenz, +1968 Los Angeles)
Sacred Service for the Sabbath Eve op. 122: Ma Tova
(London Chorus, Dirigent: Ronald Corp)

104. Joachim Stutschewsky (*1891 Romny im Oblast Poltawa, +1982 Tel Aviv)
Finale quasi una Fantasia für Violine, Violoncello und Klavier (1956)
(Amber Trio Jerusalem: Lior Kretzer, Klavier; Uri Dror, Violine; Michael Croitoru-Weissmann, Violoncello)

105. Bohuslav Martinc (*1890 Policka, +1959 Liestal bei Basel)
Památník Lidicím (1943)
(Tschechische Philharmonie, Leitung: Jirí Belohlávek)

106. Kalahari Surfers
Bigger than Jesus
(Kalahari Surfers)

107. Arnold Schönberg (*1874 Wien, +1951 Los Angeles)
Ode to Napoleon Buonaparte op. 41 (1942)
(John Horton, Sprecher; Juilliard String Quartet; Glenn Gould, Klavier)

108. Mohsen Namjoo (*1976 Torbat-e Jam)
Dah-e-Shast
(Mohsen Namjoo, 6.9.2008 in San Francisco)

109. Felix Mendelssohn-Bartholdy (*1809 Hamburg, +1847 Leipzig)
Ein Sommernachtstraum op. 61 (1841-1844): IX. Hochzeitsmarsch
(The Chamber Orchestra of Europe, Leitung: Nikolaus Harnoncourt)

110. Alexandre Tansman (*1897 Lódz, +1986 Paris)
Symphonie Nr. 7, „Lyrische“ (1944): III. Scherzo – Molto vivace
(Melbourne Symphony, Leitung: Oleg Caetani)   

111. Andrzej Panufnik (*1914 Warschau, +1991 Twickenham)
Suita staropolska (1950, rev. 1955): II. Interlude: Lento Espressivo
(Polnisches Kammerorchester, Leitung: Marius Smolij)

112. Jiddische Lieder
Dos yidishe lid
(Benzion Miller, aus dem Album Great Songs Of The Yiddish Stage, Vol. 2)

113. Anton Webern (*1883 Wien, +1945 Mittersill)
Sinfonie op. 21 (1928)
(Berliner Philharmoniker, Dirigent: Pierre Boulez)

114. Maximilian Raoul Steiner (Max Steiner) (*1888 Wien, +1971 Beverly Hills)
King Kong (1933): Main title
(National Philharmonic, Leitung: Max Steiner)

115. Erich Wolfgang Korngold (*1987 Brünn, +1957 Los Angeles)
Die tote Stadt op. 12 (1916-1919): Lied der Marietta
(Aufnahme von 17.4.1924, Richard Tauber und Lotte Lehmann, Dirigent: George Szell)

116. Leo Smit (*1900 Amsterdam, +1943 Sobibor)
Sonate für Flöte und Klavier (1943): II. Lento
(Cornelia Thorspecken, Flöte; Cordula Hacke, Klavier)

117. Friedrich Hollaender (Frederick Hollander) (*1896 London, +1976 München)
Jonny (1920)
(Marlene Dietrich live in London)

118. Kurt Weill (*1900 Dessau. +1950 New York)
The Eternal Road (Der Weg der Verheißung) (1936): I. Akt, Szene 6: Abraham und Isaac
(Ernst Senff Choir, Radio Symphony Orchestra Berlin, Dirigent: Gérard Schwarz)

119. Richard Tauber (* 1891 Linz, +1948 London)
Drunt’ in der Lobau (Text: Heinrich Strecker, Alois Eckhardt, Fritz Löhner-Beda)
(Richard Tauber)

120. Gustav Mahler (*1860 Kalischt, +1911 Wien)
Sinfonie Nr. 9 (1909/10): II. Im Tempo eines gemächlichen Ländlers. Etwas täppisch und sehr derb
(Wiener Philharmoniker, Leitung: Bruno Walter - Aufnahme vom 16. Jänner 1938)

121. Karl Amadeus Hartmann (*1905 München, +1963 München)
Concerto funebre (1939): IV. Choral: Langsamer Marsch
(Thomas Zehetmair, Violine; Philharmonia Orchestra, Leitung: Heinz Holliger)

122. Max Brand (*1896 Lemberg, +1980 Langenzersdorf)
Maschinist Hopkins (1929): Tango

123. Maximilian Raoul Steiner (Max Steiner) (*1888 Wien, +1971 Beverly Hills)
Vom Winde verweht (1939): Tara’s Theme   
(Bruno Orchester Bertone, aus dem Album Western Movie Themes)

124. Franz Wachsmann (Franz Waxman) (*1906 Königshütte/Oberschlesien, +1967 Los Angeles)  Das Lied von Terezín (1964/65): Finale: Furcht (Text: Eva Pickova, 12 Jahre, Nymburk)
(Rundfunkchor und Kinderchor Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Dirigent: Lawrence Foster)

125. Dimitri Schostakowitsch (*1906 Sankt Petersburg, +1975 Moskau)
Lady Macbeth von Mzensk op. 29 (1930-1932): II. Akt, Szene 5: Katerina und Sergey
(Galina Vishnevskaya, Nicolai Gedda; London Philharmonic Orchestra, Dirigent: Mstislav Rostropovich)           

126. Isang Yun (*1917 San Chung Gun, +1995 Berlin)
Etüden für Flöte(n) solo (1974): III. Allegro
(Roberto Fabricciani, Piccolo)

127. Sándor Vándor (*1901 Miskolc, +1945 Sopronbánfalva)
Air für Violoncello und Klavier
(Ditta Rohmann, Violoncello; Márta Gulyás, Klavier)

128. Lieder zur Wiener Revolution 1848 – Fürst Metternich
(Text: Kölner der Saure, Melodie: vermutlich „O Tannenbaum“)
(Gesang, Salon-Ariston bzw. „Werkel“: Oliver Maar)
 

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