Hintergrund
Zweck des Akustikon war es, akustische Phänomene von Schwerhörigkeit bis zur völligen Abwesenheit von Schall unterhaltsam und informativ erlebbar zu machen. Mit dem Polyphon II Verbotene Klänge hat das Akustikon explizit auf die politische und gesellschaftliche Funktion des Hörens hingewiesen.
zur Gestaltung der Welt des Hörens dienten fünf Prinzipien:
- Frei hören heißt, dass sich im Akustikon der Mensch über das Ohr der Welt öffnet und mit freiem Kopf hört. Nicht die Absonderung von der Welt, sondern das Eintauchen in die Welt ist Programm. Deshalb gibt es im Akustikon keine Kopfhörer.
- Hören als Trinität heißt, dass das Akustikon das Ohr als gesamtes Sinnesorgan in den Mittelpunkt stellt und berücksichtig, dass im Ohr neben dem Hörsinn auch Gleichgewichts- und Orientierungssinn angesiedelt sind.
- Monomedialität heißt, dass Klang weder gezielt visuell aufbereitet noch in einen synästhetischen Zusammenhang gestellt wird.
- Hören lernen ist denken lernen ist das Motto. Das Akustikon versteht sich somit auch als eine Schule des Hörens.
- Räumliche Diversität meint das Bemühen um vielfältige Raumstrukturen in allen Belangen (Größe, Form, Material), um die Raumwahrnehmung als Funktion des Höraktes erlebbar zu machen.

