Hintergrund
Das Akustikon will den akustischen Raum zu einem politischen Raum zu machen und eine Theorie der akustischen Hegemonie entwickeln. Denn allumfassende Zwangsbeschallung manipuliert die Psyche, beeinträchtigt die individuelle Souveränität und gefährdet die körperliche Unversehrtheit.Die zentralen Ziele
des Akustikons als europäische Forschungs- und Vermittlungsstelle zur nachhaltigen Entwicklung des akustischen Raums sind
- die Bedeutung der Sinneswahrnehmung Hören in unserer Gesellschaft bewusst zu machen
- Hören in einen politisch-gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen und
- den Großraum Linz zu einem akustischen Kompetenzzentrum Europas zu machen.
Die Mittel
um das zentrale Ziel zu erreichen, sind die sinnlich erfahrbare Welt des Hörens in der Pfarrgasse 9–13 in Linz, akustische Forschung und Lehre auf internationalem Niveau inklusive des geplanten und bereits akkordierten Studiums der Akustik mit der Kunstuniversität und der Johannes Kepler Universität Linz und die akustische Beratung und Dienstleistung in Bauwesen, Stadt- und Verkehrsplanung u.v.m. Textherstellung und Diskussion treiben die Produktion der Theorie der akustischen Hegemonie voran.
Als Leitlinien
zur Gestaltung der Welt des Hörens dienen fünf Prinzipien:
- Frei hören heißt, dass sich im Akustikon der Mensch über das Ohr der Welt öffnet und mit freiem Kopf hört. Nicht die Absonderung von der Welt, sondern das Eintauchen in die Welt ist Programm. Deshalb gibt es im Akustikon keine Kopfhörer.
- Hören als Trinität heißt, dass das Akustikon das Ohr als gesamtes Sinnesorgan in den Mittelpunkt stellt und berücksichtig, dass im Ohr neben dem Hörsinn auch Gleichgewichts- und Orientierungssinn angesiedelt sind.
- Monomedialität heißt, dass Klang weder gezielt visuell aufbereitet noch in einen synästhetischen Zusammenhang gestellt wird.
- Hören lernen ist denken lernen ist das Motto. Das Akustikon versteht sich somit auch als eine Schule des Hörens.
- Räumliche Diversität meint das Bemühen um vielfältige Raumstrukturen in allen Belangen (Größe, Form, Material), um die Raumwahrnehmung als Funktion des Höraktes erlebbar zu machen.

