Das Akustikon – Welt des Hörens
Aufgrund mangelnder Unterstützung durch Stadt Linz und Land Oberösterreich hat das Akustikon nach nur einjährigem Bestehen seinen Betrieb Ende Juni 2010 eingestellt und war am Montag, 28. Juni 2010 letztmalig geöffnet.
Hörstadt und das Akustikon-Team bedanken sich bei den 16.000 BesucherInnen in der Zeit von Juli 2009 bis Juni 2010!
Fassungslosigkeit und Unverständnis haben die Reaktionen auf den Entschluss von Stadt Linz und dem Kepler-Salon dominiert, Hörstadt die Unterstützung zu sagen. Das Akustikon, im Jahr 2009 von der Politik noch oft und gerne als Beweis für die "Nachhaltigkeit" von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europa herangezogen, hat daher Ende Juni 2010 seinen Betrieb einstellen müssen.
"Es ist eine himmelschreiende Schande", schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung, und in der Frankfurter Rundschau hieß es zur Entscheidung der verantwortlichen Politiker: "Nicht dass damit besonders viel Geld gespart würde, es wird nur maximaler Schaden angerichtet und maximale Gedankenlosigkeit eindrucksvoll betont."
Nach der Schließung des Akustikon ist der durch Privatinitiative gerettete Kepler-Salon nur sechs Monate nach Ende des Kulturhauptstadtjahres dessen letzte verbliebene Errungenschaft.
"Leider nur mit völligem Unverständnis kann ich die Nachricht von der Schließung des Akustikons zur Kenntnis nehmen! Abgesehen vom persönlich-fachlichen Standpunkt - das Akustikon ist einer der ganz wenigen Orte wo das breite Publikum sorgfältig und doch anregend in die vielen Facetten der Welt der Akustik eingeführt wird - kann ich mir diese Entscheidung insbesondere im Zusammenhang mit dem sonst überall so wichtigen 'Stadtmarketing' absolut nicht erklären. Wie kann eine Stadt wie Linz ein bereits international etabliertes Konzept wie die Hörstadt einfach so untergraben? Jede andere Stadt wäre begeistert, eine solche 'Brand' etabliert zu haben und würde sie sorgfältigst pflegen!", hat ein Schweizer Akustiker die Geschehnisse in Linz kommentiert.
"Wir waren hier in Köln davon ausgegangen, Linz sei ein Modellvorhaben, das dauerhaft in die Welt ausstrahlen könnte", lautet der Kommentar eines deutschen Komponisten dazu.
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